Manfred Fuchs
Steirischer Gebäudereinigungsmeister · Firma Algenfuchs
Warum bilden sich Algen auf Fassaden?
Algen auf der Fassade entstehen vor allem durch eine Kombination aus Feuchtigkeit, mangelnder Sonneneinstrahlung und modernen Fassadendämmungen – rund 60 % aller Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) in Österreich zeigen innerhalb von 10 bis 15 Jahren sichtbaren Algenbefall. Die Ursachen für Algen an der Fassade sind dabei vielfältig, aber in den meisten Fällen gut nachvollziehbar und vermeidbar.
Was Algen zum Wachsen braucht – die drei Hauptfaktoren
Algen sind genügsame Organismen. Sie brauchen im Grunde nur drei Dinge, um sich auf Ihrer Fassade wohlzufühlen:
- Feuchtigkeit – ob durch Regen, Spritzwasser, Kondensat oder hohe Luftfeuchtigkeit
- Nährstoffe – feinste Staubpartikel und organische Ablagerungen auf der Oberfläche reichen völlig aus
- Wenig direkte Sonne – nordseitige Fassaden und beschattete Bereiche trocknen langsamer ab
Besonders in der Steiermark kennen wir das Problem gut: Die Region rund um Graz und das Vulkanland hat vergleichsweise hohe Niederschlagswerte und viele nebelige Tage im Herbst und Winter. Die Feuchtigkeit bleibt dann stundenlang auf der Fassade stehen – ideale Bedingungen für Algen und Pilze.
Moderne Dämmung als ungewollter Algenförderer
Hier kommt ein Punkt, den viele Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer nicht am Radar haben: Gut gedämmte Fassaden sind anfälliger für Algenbefall als alte, ungedämmte Hauswände.
Warum? Eine moderne Wärmedämmung hält die Wärme im Haus – das ist ihr Job. Das bedeutet aber auch, dass kaum noch Wärme nach außen an die Fassadenoberfläche dringt. In kühlen Nächten kühlt die Außenwand dadurch stärker ab als bei einem ungedämmten Haus. Die Oberflächentemperatur sinkt unter den Taupunkt, und es bildet sich Kondenswasser – ganz ohne Regen.
Dieses nächtliche Kondensat ist einer der Hauptgründe, warum die Algen-Fassade-Ursachen in den letzten Jahrzehnten zunehmen. Es ist also kein Zeichen von schlechter Bauqualität, sondern ein physikalisches Phänomen moderner Bauweise.
Welche Fassadentypen sind besonders betroffen?
- WDVS mit Dünnputz – die häufigste Kombination für Algenbefall
- Fassaden mit geringem Dachüberstand – kein Schutz vor Schlagregen
- Nordseitige und ostseitige Wände – weniger Sonneneinstrahlung, längere Trocknungszeiten
- Fassaden in der Nähe von Bäumen oder Sträuchern – erhöhte Feuchtigkeit und Beschattung
Standort und Umgebung – regionale Faktoren in der Steiermark
Die Algen-Fassade-Ursachen sind nicht überall gleich. In der Steiermark spielen regionale Gegebenheiten eine große Rolle:
- Nebellagen im Vulkanland und in Tälern rund um Graz sorgen dafür, dass Fassaden über Wochen kaum richtig abtrocknen – besonders von Oktober bis Jänner.
- Landwirtschaftliche Umgebung bringt zusätzliche organische Partikel in die Luft, die sich auf der Fassade ablagern und als Nährstoff dienen.
- Waldnahe Grundstücke bieten durch Beschattung und Laubfall ein regelrechtes Wohlfühlklima für Algen und Moose.
All das bedeutet nicht, dass Sie machtlos sind – ganz im Gegenteil.
Was Sie gegen Algenbefall tun können – praktische Tipps
Nicht jede grüne Verfärbung ist sofort ein Grund zur Panik. Aber frühzeitiges Handeln verhindert, dass sich der Befall tief in den Putz frisst und teure Sanierungen notwendig werden. Hier eine kurze Checkliste:
- ✅ Regelmäßig kontrollieren – prüfen Sie Ihre Fassade mindestens einmal im Jahr, idealerweise im Frühling nach der feuchten Jahreszeit
- ✅ Bewuchs zurückschneiden – Sträucher und Bäume, die direkt an die Fassade reichen, sollten einen Abstand von mindestens 50 cm haben
- ✅ Spritzwasser minimieren – ein Kiesstreifen am Sockel reduziert das Hochspritzen von Regenwasser deutlich
- ✅ Professionelle Reinigung statt Hochdruckreiniger – Eigenversuche mit dem Kärcher beschädigen häufig den Putz und verschlimmern das Problem langfristig
- ✅ Schutzbeschichtungen prüfen lassen – nach einer fachgerechten Reinigung kann eine Imprägnierung den Neubefall hinauszögern
Professionelle Fassadenreinigung – wann sie sinnvoll ist
Wenn der Belag mehr als eine leichte Verfärbung ist – also deutlich sichtbare grüne, schwarze oder rötliche Flecken – sollten Sie handeln. Eine professionelle Fassadenreinigung entfernt nicht nur den sichtbaren Belag, sondern behandelt auch die Algensporen, die tief im Putz sitzen.
Als Meisterbetrieb aus der Riegersburg arbeiten wir bei Algenfuchs mit schonenden Niederdruckverfahren und biologisch abbaubaren Reinigungsmitteln. Das schont Ihre Fassade und bringt sie wieder zum Strahlen – ohne den Putz zu beschädigen.
Übrigens: Algenbefall beschränkt sich selten nur auf die Fassade. Wenn Sie grüne Beläge an der Hauswand bemerken, lohnt sich oft auch ein Blick aufs Dach. Unsere Dachreinigung beseitigt Moos und Flechten, bevor sie Schaden anrichten.
Fazit: Algen auf der Fassade sind kein Makel – aber ein Handlungsauftrag
Die Ursachen für Algen an der Fassade sind fast immer eine Kombination aus Feuchtigkeit, moderner Bauweise und standortbedingten Faktoren. In einer Region wie der Steiermark kommen klimatische Besonderheiten dazu, die den Befall begünstigen. Das Gute: Mit dem richtigen Wissen und einer professionellen Reinigung lässt sich das Problem zuverlässig in den Griff bekommen.
Sie haben grüne Beläge an Ihrer Fassade und möchten wissen, was zu tun ist? Wir kommen gerne für eine kostenlose Besichtigung bei Ihnen vorbei und beraten Sie ehrlich und unverbindlich. Melden Sie sich einfach über unser Kontaktformular – wir freuen uns auf Ihre Nachricht.
